Swap Geschäfte

 

Swap-Geschäfte

Mit dem englischen Wort Swap (=Tausch) werden derivative Finanzinstrumente bezeichnet, die den periodischen Austausch von Geldzahlungen zum Gegenstand haben. Dabei können Zahlungsströme (fast) jeder beliebigen Natur getauscht werden. Der Einsatz dieser Finanzinstrumente ist ebenfalls vielfältig. Sie reicht von der Absicherung tatsächlich bestehender Risiken über die Finanzierung bis hin zur reinen Spekulation.

In dem Mittelpunkt einer Vielzahl aktueller rechtlicher Auseinandersetzungen zwischen Banken und ihren Kunden stehen sogenannte Zins-Swap-Geschäfte, die in der jüngeren Vergangenheit auch Gegenstand von bemerkenswerten Entscheidungen des Bundesgerichthofes waren. Im Regelfall besteht in diesen Auseinandersetzungen Streit zwischen den Beteiligten darüber, ob die – meist von den Banken überhaupt erst empfohlenen – Produkte dem vereinbarten Zweck entsprachen, oder ob es sich nicht vielmehr um hochspekulative Produkte handelt, bei denen es nur einen Gewinner – die Bank – geben kann. Auch besteht häufig Streit darüber, ob über den anfänglichen negativen Marktwert aufgeklärt werde.

Deubner & Kirchberg berät und vertritt sowohl außergerichtlich als auch gerichtlich in diesem Kontext Städte und Gemeinden sowie private Unternehmen gegenüber Banken. Prominentes Beispiel ist die Vertretung der Stadt Pforzheim gegenüber J.P. Morgan und der Deutschen Bank, die in zwei Vergleichen mit beiden Bankhäusern mündeten, mit denen im Ergebnis rund 80 % des Gesamtschadens von gut 56 Mio. Euro wieder zurück geholt werden konnten.