Wie wir unsere Tätigkeit abrechnen

RVG
Gesetzliche Grundlage für die Gebühren eines Rechtsanwalts ist das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) . Es enthält in seinem Vergütungsverzeichnis eine Auflistung der abrechenbaren anwaltlichen Tätigkeiten und weist diesen jeweils einen speziellen Gebührensatz zu. Grundlage der Berechnung der Gebühren ist regelmäßig der sog. Streit- oder Gegenstandswert. Dieser ist der in Geld bemessene Wert des Anspruchs, um den es in einer rechtlichen bzw. gerichtlichen Auseinandersetzung geht. Die Bestimmung des Streitwerts ist grundsätzlich Sache des Gerichts, kann außergerichtlich aber auch durch den Rechtsanwalt erfolgen. Anstelle einer Abrechnung nach den (gesetzlichen) Gebühren kann die anwaltliche Vergütung auch frei vereinbart werden. Das gilt ganz generell für eine (Erst-)Beratung. Insoweit kommen vor allem Vereinbarungen über die Höhe des Streitwerts oder über die jeweiligen Gebührensätze sowie Pauschalierungen oder eine Abrechnung nach Aufwand (Stundensätze) in Frage.
Wir rechnen unsere Mandate je nach Sachverhalt unterschiedlich ab. Legen wir allein den vom Gericht festgesetzten Streitwert oder einen vereinbarten (höheren) Streitwert zugrunde, greifen wir auf das Vergütungsverzeichnis des RVG zurück.Ist der Streitwert als Grundlage unserer Honorierung nicht geeignet, insbesondere nicht kostendeckend, vereinbaren wir Pauschalhonorare oder Stundensätze, jeweils zzgl. Auslagen und Mehrwertsteuer. Die Stundensätze bewegen sich je nach Rechtsbereich und je nach Schwierigkeit der Angelegenheit zwischen € 200,00 und € 300,00. Die Frage, wie wir ein Mandat abrechnen, wird in der ersten persönlichen Besprechung oder alsbald nach Sichtung der dabei übergebenen Unterlagen und nach Einschätzung des voraussichtlichen Arbeitsumfangs mit unseren Mandanten geklärt.

Zur Klarstellung weisen wir auf Folgendes hin: soweit eine Kostenerstattung von dritter Seite, etwa durch die in einem (Gerichts-)Verfahren unterlegene Gegenseite oder durch die Rechtsschutzversicherung, erfolgt, wird dieser Erstattungsbetrag, soweit nichts anderes vereinbart wurde, an unsere Mandanten weitergeleitet bzw. mit unseren Gebühren verrechnet.